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Um was geht es hier eigentlich?
Der Microsoft Flugsimulator (MSFS) kam 1982 zum ersten Mal auf den Markt und ist damit die älteste Spielesoftware von Microsoft. Heute ist die 10. Generation erreicht. Die Software soll möglichst wirklichkeitsnah die Illusion zu fliegen an einem PC erzeugen. Wie bei anderer Software aus dem Hause  Microsoft auch, war der MS-Flugsimulator alles andere als die beste Software ihrer Art. Es gab und gibt bessere Konkurrenten, die sich aber nie wirklich gegen den Marktführer durchsetzen konnten. Das lag vor allem daran, dass Microsoft Schnittstellen in die Simulationssoftware eingebaut hat, dank derer sowohl Enthusiasten als auch kommerzielle Anbieter Zusatzmodule entwickeln können. Für die virtuelle Welt des MSFS entstanden so immer neue Flugzeugmodelle, Airports und Szenerien. Ganze Städte wurden dort errichtet, Wolkenmodelle verbessert oder Zusatztools für fast jeden Zweck programmiert. Es entstand so eine sehr rege und aktive Gemeinde rund um den MSFS, die auch in der Regel jeden Generationswechsel ergeben mitmacht und ihrem Flusi treu bleibt.
 
Der MSFS wurde damit zu einem Betriebssystem für Flugsimulation: der reine Flugsimulator kommt relativ gesehen nackt und leer auf die Festplatte. Jeder kann dann je nach Belieben und eigenem Geschmack - und auch je nach Geldbeutel - seine Flusiwelt wohnlich einrichten. Ob virtueller Buschflieger, Linienflugsimulant oder Fluglotse des virtuellen Luftraums, es ist vieles möglich. Man muss auch nicht unbedingt in die Luft gehen, man kann die Welt des MSFS auch per Segelboot, Auto oder gar  auf Skiern erkunden.
Wichtig war natürlich immer auch eine realitätsnahe Landschaftsdarstellung. Werden die virtuellen Berge, Ebenen und Küsten mit Fototexturen überzogen - dazu werden Satellitenbilder oder Luftbilder verwendet - entsteht eine verblüffend täuschende Illusion von echter Landschaft, eine Fotoszenerie.
Im Lauf der Jahre wurden immer mehr Fotoszenerien entwickelt. Hier etwas Überblick zu verschaffen, ist Sinn dieser Seite.

Microsoft hat 2009 die Entwicklung des MSFS aufgegeben. Ein kurzer erfolgloser Versuch eine abgespeckte Version zu etablieren war MS Flight. Der Rüstungskonzern Lockeed Martin war es dann, der eine Lizenz erwarb und ab 2010 den MSFS als Schulungssoftware weiter- entwickelt und den neuen Anforderungen angepasst hat. Hier ist heute die Version 3.2 erreicht. P3D ist hinsichtlich der Fotoszenerien kompatibel mit dem alten MSFS. 2014 hat Dovetail den FSX für die Steamplattform übernommen und ist nun dabei, ebenfalls den FSX weiter zu entwickeln.

Was ist eine fotoreale Szenerie?
Beim Fotomesh oder einer Fotoszenerie (manchmal auch nicht ganz korrekt fotoreale Szenerie genannt) werden Satellitenfotos bzw. Luftaufnahmen auf das Höhengitter des Flugsimulators gelegt, das die Berge, Täler usw. abbildet. Das Ergebnis ist eine sehr reale Landschaftsdarstellung. Diese Technik wurde beim Flugsimulator Flight Unlimited erstmals in größerem Umfang verwendet und war mit ein Grund für dessen Erfolg. Auch für den Microsoft Flight Simulator gab es solche Szenerien, sie waren aber nur als Addons verfügbar. Für den FS9 gibt es eine große Zahl von Fotomesh-Szenerien. Darunter viel Freeware, aber auch in immer größerer Zahl Paywareprodukte.
 
Fotoszenerien haben auch große Nachteile: da die Bilddaten natürlich zweidimensional sind, wirkt  ein Fotomesh erst ab einer gewissen Mindestflughöhe von etwa 3000 Fuß über Grund wirklich realistisch. Autogen (Gebäude, Straßen, Bäume) wird durch die Fototexturen unterdrückt und muss nachträglich Stück für Stück nachgearbeitet werden. Der Arbeitsaufwand ist enorm und bei größeren Gebieten fast nicht zu schaffen. Daher wird weitgehend darauf verzichtet oder aber die Autogendaten werden als eigene Pakete verkauft.
Es fehlen in der Regel auch der jahreszeitliche Wechsel, fast immer sind im Sommer entstandene Aufnahmen Grundlage für Fotomeshs.
Jedes Fotomesh ist trotz aller Mängel im Vergleich zur Standardszenerie (auch im FSX) eine weit realistischere Simulation der Realität - bleibt aber auch immer eine Geschmacksache.

Sind die Fotomesh’s des FS9 mit dem FSX kompatibel?
Im Prinzip laufen (fast) alle für den FS9 oder auch für den FS8 entwickelten Fotoszenerien auch im FSX. Seit dem SP2 für den FSX können die alten Fotoszenerien aber zu einer erheblichen Verlängerung der Ladezeit führen. Außerdem wurde von zunehmenden Blurries (Schleierbildung und unscharfe Texturen) berichtet. Das kann ich nicht bestätigen.
Allerdings hat die Anzahl der im FSX angemeldeten Fotoszenerien einen großen Einfluss auf die Ladezeit. Sie kann sich hat man sehr viele Szenerien bis auf über eine halbe Stunde verlängern! Um das zu verhindern, ist es sinnvoll für Regionen eigene scenery.cfg zu erstellen. 

Die für den FSX erstellten Fotoszenerien sind nicht mit dem FS9 kompatibel, da Microsoft ein neues Dateisystem für die Fotokacheln eingeführt hat. Dabei gibt es kein Texturenverzeichnis mehr, sondern die Höhendaten samt Luftbildern sind in einer gemeinsamen bgl-Datei enthalten. Daher können für den FSX entwickelte Fotoszenerien nicht mehr im FS9 benutzt werden.

Mit dem FSX können jetzt sehr hohe Auflösungen abgebildet werden, was im FS9 nur bei ebenen Flächen in begrenzten Umfang möglich war. Damit steigen natürlich auch die zu verarbeitenden Datenmengen rapide an.

Sind die Screenshots bearbeitet?
Nein, ich habe keines der Bilder bearbeitet. Sie wurden zur Erstellung der Bildgalerien aber verkleinert, allerdings mit der höchsten Qualitätsstufe. Auch die Vorlagen für die Panoramen wurden nicht bearbeitet.

Was heisst LOD?
Level of Details (Detailgenauigkeit) des Höhenmesh beim Flusi. Die Nummer dahinter definiert, wie weit die einzelnen im Höhenmesh dargestellten Punkten voneinander entfernt sind:
LOD  9 = ~ 76.4 m (lvl 19)
LOD 10 = ~ 38.2 m (lvl 20)
LOD 11 = ~ 19.1 m (lvl 21)
LOD 12 = ~  9.6 m (lvl 22)
LOD 13 = ~  4.8 m (lvl 23)
LOD 14 = ~  2.4 m (lvl 24)

Warum sieht bei mir die Szenerie ganz anders aus?
Jeder Rechner unterscheidet sich hinsichtlich der Hard- und der Software. Auch der Flugsimulator selbst hat eine unüberschaubar große Fülle von Einstellmöglichkeiten. Es gibt eine Vielzahl von Komponenten (Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte) und noch mehr Einstellmöglichkeiten (im Treiber, im Flusi, in Windows...), die Einfluss auf die Darstellung haben und völlig unterschiedliche Ergebnisse erzeugen können. Wichtig sind auch Wettereinstellungen, die Tageszeit, die verwendeten Wolkentexturen. Hier Hilfestellung zu geben, ist eine Aufgabe, die an dieser Stelle nicht geleistet werden kann.

Weil’s sein muss!
Hier kommt der
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Letzte Änderung: Sonntag, 22. Mai 2016

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